Der Börsenindikator

Börsenindikator gegen DAX 1996 bis 2014

 

Die Regeln sind einfach: War die letzte Zinsänderung der Europäischen Zentralbank eine Senkung, bedeutet dies einen positiven Punkt für den Börsenindikator, wurde der Zins zuletzt erhöht, gibt es keinen. Liegt die letzte von Eurostat festgestellte Inflationsrate (HCPI, harmonisierter Verbraucherpreisindex, für die Eurozone) unter derjenigen vom gleichen Monat des Vorjahres, wirkt sich dies ebenfalls günstig auf die Aktien aus und wird mit einem Punkt honoriert. Eine gleich hohe oder höhere Rate wird mit null Punkten bewertet. Notiert der Dollar über seinem Stand von vor zwölf Monaten wird dem Indikator ein weiterer Punkt gutgeschrieben. Ein gleich hoher oder niedrigerer Kurs erhöht den Indikatorstand nicht. Bleibt noch die Jahreszeit. Vom 1. November bis zum 30. April kommt ein Punkt hinzu, in den anderen Monaten nicht. Ergibt die Summe vier oder drei Punkte, ist dies als Kaufsignal zu werten, null oder eins bedeuten ein Verkaufssignal. Zwei Punkte sind neutral und ändern das zuletzt erschienene Signal nicht. Berechnet wird immer montags.

 

Trotz der einfachen Struktur des Indikators ließen sich in der Vergangenheit mit ihm sagenhafte Gewinne erzielen. Seit 1996 werden regelmäßig alle Signale des Indikators im Börsenmagazin Der Aktionär veröffentlicht. Wer sich seitdem an die Empfehlungen gehalten hat, bei einem Kaufsignal deutsche Aktien gekauft hat, beim nächsten Verkaufssignal verkauft hat, sein erlöstes Geld bar verzinslich liegengelassen hat, beim nächsten Kaufsignal wieder eingestiegen ist und so weiter, konnte seinen Depotwert bis heute um 2347 Prozent steigern. Der DAX ist im selben Zeitraum nur um 344 Prozent gestiegen. Der Börsenindikator hat damit nicht nur die besten deutschen Aktienfonds sondern auch Investmentlegenden wie Warren Buffett um Größenordnungen geschlagen. Und das bei dem nur halben Risiko der reinen Aktienanlage, denn der Indikator war nur in der Hälfte der Zeit investiert und so auch nur dem halben Risiko, das eine Aktienanlage beinhaltet, ausgesetzt.

 

Der Indikator wird seit 1996 im Börsenmagazin Der Aktionär veröffentlicht. Seitdem sind acht Kaufsignale und sieben Verkaufssignale aufgetreten. Keine der sieben abgeschlossenen Transaktionen, also Kauf und anschließender Verkauf, hat dem Anleger ein Minus beschert. Im Mittel der sieben abgeschlossenen Positionen lag zwischen Kauf und Verkauf ein Gewinn von 45 Prozent. Nicht nur, dass der Börsenindikator in der Vergangenheit, von 1962 bis 1992, ein überragendes Ergebnis geliefert hätte – aus diesen Zahlen ist er ja entwickelt worden – auch seit der Erstveröffentlichung 1996 hat er sich unter realen Bedingungen bewährt.

 

 

 

                         Von 1962 bis 2012 sensationelle Ergebnisse

 

Wäre man bereits im Jahr 1962 auf die Idee mit dem Börsenindikator gekommen und hätte sich seitdem daran gehalten, hätte sich das Depot bis heute um den Faktor 545 vermehrt. Der DAX hat sich im selben Zeitraum nur verdreizehnfacht. Da der Indikator über einen Zeitraum von 50 Jahren sensationelle Depotzuwächse geliefert hätte, beziehungsweise seit 1992 tatsächlich geliefert hat, kann man davon ausgehen, dass die Ergebnisse keine Zufallstreffer sind, sondern der Indikator tatsächlich die Wirkzusammenhänge erfasst.

 

               

 

    Depotentwicklung Börsenindikator gegen DAX seit 1962

Alle Angaben sind ohne Gewähr und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.